Am Mittwochabend lud das Jägerbataillon Wien 1 „Hoch- und Deutschmeister“ zum traditionellen „Deutschmeister-BBQ“ in das Garnisonskasino der Wiener Maria-Theresien-Kaserne. Über 130 Gäste, darunter zahlreiche Ehrengäste aus Wirtschaft, Politik, Militär und Gesellschaft, folgten der Einladung und genossen einen stimmungsvollen Sommerabend in kameradschaftlicher Atmosphäre. Für den musikalischen Rahmen sorgte eine Combo der Gardemusik, kulinarisch wurden die Gäste mit einem reichhaltigen Grill- und Nachspeisenbuffet verwöhnt.
Höhepunkt des Sommerfestes war die Verleihung des „Ehrenkreuzes 1. Klasse in Gold“, der zweithöchsten protokollarischen Auszeichnung der Hoch- und Deutschmeister, an den Kommandanten der Landstreitkräfte und Spezialeinsatzkräfte, Generalleutnant Martin Dorfer. Mit dieser hohen Auszeichnung würdigte das Jägerbataillon Wien 1 seine besonderen Verdienste um die Belange der Miliz sowie sein nachhaltiges Engagement für deren Stärkung und Weiterentwicklung.
In seiner Laudatio hob Bataillonskommandant Oberst Stefan Koroknai insbesondere die Rolle von Generalleutnant Dorfer im Zusammenhang mit den Planungen zum Aufbau der Miliz im Rahmen des Aufbauplans 2032+ hervor. Dorfer habe sich in besonderer Weise für die Weiterentwicklung der Miliz eingesetzt und damit wesentlich dazu beigetragen, ihre Bedeutung innerhalb des Österreichischen Bundesheeres weiter zu stärken. Gerade in einer Zeit, in der die sicherheitspolitischen Herausforderungen zunehmen, komme der Miliz eine zentrale Rolle für die Verteidigungsfähigkeit Österreichs zu.
Koroknai betonte dabei die aktuelle „Fokussierung auf die Herstellung der vollen Verteidigungsfähigkeit der Milizbataillone in den Bereichen Ausrüstung, Ausbildung und Übungstätigkeit“. Mit seinem Einsatz habe Generalleutnant Dorfer maßgeblich dazu beigetragen, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass die Miliz künftig noch wirksamer, sichtbarer und leistungsfähiger agieren könne. Die Verleihung des Ehrenkreuzes an Generalleutnant Dorfer sei daher nicht nur Ausdruck persönlicher Wertschätzung, sondern auch ein sichtbares Zeichen der Anerkennung für seinen Beitrag zur Zukunftsfähigkeit der Miliz.
Ebenfalls geehrt wurde der langjährige Protokollchef des Militärkommandos Wien, Oberst Michael Rauscher. Ihm wurde die „Ehrenmedaille 1. Klasse in Gold“ verliehen. Mit dieser Auszeichnung dankten die Hoch- und Deutschmeister für seine langjährige Verbundenheit mit dem Jägerbataillon Wien 1 sowie für seine Unterstützung und sein Engagement im Sinne des Bataillons.
Über das Jägerbataillon Wien 1
Das Jägerbataillon Wien 1 „Hoch- und Deutschmeister“ ist eines der beiden Miliz-Bataillone der Bundeshauptstadt Wien und ein bedeutender Verband des Österreichischen Bundesheeres mit aktuell über 1.000 beorderte Soldatinnen und Soldaten. Es ging aus den Jägerbataillonen 4 und 6 des ehemaligen Jägerregimentes Wien hervor und führt die traditionsreiche Geschichte des Wiener Hausregimentes der „Hoch- und Deutschmeister“ weiter. Diese reicht bis zur Gründung des ersten Deutschmeisterregiments im Jahr 1696 zurück. Die heutigen „Deutschmeister“ sind auch immer wieder bei Einsätzen des Österreichischen Bundesheeres tätig, etwa im Zuge der COVID-Krise 2020 zum Objektschutz, bei der Massentestung in der Wiener Stadthalle 2021 oder zuletzt 2024 als Sicherungsbataillon bei der AIRPOWER24, Europas größter Airshow. Auch bei der erstmaligen Mobilmachung des Bundesheeres in 2020 war das Jägerbataillon Wien 1 an vorderster Stelle dabei, konkret die 2. Jägerkompanie des Jägerbataillons Wien 1.
Die Soldaten des Bataillons gehören fast ausschließlich dem Milizstand an und übernehmen klassische Aufgaben eines Jägerbataillons – darunter Angriff, Verteidigung sowie der Schutz wichtiger Gebäude und Einrichtungen. Damit steht das Jägerbataillon Wien 1 beispielhaft für die Bedeutung der Miliz in Österreich, vor allem auch als künftiger Infanterieverband im Zuge des Aufbauplanes 2032+. Gegliedert ist es in ein Bataillonskommando, eine Stabskompanie sowie vier Jägerkompanien. Sein Wahlspruch lautet: „Deutschmeister ist und bleibt man!“.
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Bild 1:
Hohe Ehrungen am Deutschmeister-BBQ: Generalleutnant Martin Dorfer (M.) erhielt die protokollarisch zweithöchste Ehrung der „Hoch- und Deutschmeister“ – (v.l.n.r) Gardekommandant Oberst Georg Frischeis, Bataillonskommandant Oberst Stefan Koroknai, Generalleutnant Martin Dorfer, Oberst Michael Rauscher sowie Militärkommandant Brigadier Christian Habersatter.
Bild 2:
Generalleutnant Martin Dorfer wurde mit der protokollarisch zweithöchsten Auszeichnung der Hoch- und Deutschmeister gewürdigt – v.l.n.r. Deutschmeister-Vizepräsident Mjr Peter Scherbaum, Oberstabswachtmeister Karl Schell, Deutschmeister-Generalsekretär Oberst Lukas Leitner, Deutschmeister-Vizepräsident Martin Eckl, Generalleutnant Martin Dorfer, Bataillonskommandant Oberst Stefan Koroknai, Deutschmeister-Präsident Robert Spevak sowie der Kommando-UO des JgB W1, Richard Knaus.
Bild 3:
Der Bataillonskommandant des JgB W1 "Hoch- und Deutschmeister", Oberst Stefan Koroknai, bei seinen Begrüßungsworten.
Fotos (alle): Bundesheer/Gunter Pusch



