Einsatz COVID-19

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Deutschmeister im Einsatz - bei Tag und Nacht

Seit 25.05.2020 stehen die Deutschmeister im Einsatz und schützen z.B. Botschaften in Wien. Viele der Schutzobjekte sind über das gesamte Jahr rund um die Uhr zu bewachen und fordern daher besonders unsere Wachsamkeit. Die Nachtdienste sind jedoch meist durchaus spannend, denn in der Großstadt Wien sind durchgehend Nachtschwärmer unterwegs. Als Hotspot hat sich dabei die zwischen Schwarzenbergplatz und Karlsplatz situierte französische Botschaft herauskristallisiert. Die stetig ansteigende Zahl an Touristen erfreut sich hier an den profunden Ortskenntnissen unserer Deutschmeister, aber auch der erstarkenden Wiener Fortgehszene stehen wir mit Rat und Tat am Heimweg zur Seite.

Besonders hervorzuheben ist die sehr gute Zusammenarbeit mit der Wiener Exekutive. Nicht zuletzt freuen sich die Kommandanten über die konstant hohe Motivation der Posten, denn die Deutschmeister erfüllen den Auftrag getreu ihrem Motto "Deutschmeister ist und bleibt man" rund um die Uhr mit höchster militärischer Präzision und Disziplin.

Text: 2. Kp/JgBW1

Fotos: Katharina Frank

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Ein Bericht aus dem mobEinsatz 2. JgKp/W1 – HuDM

Fotos: 2.Kp JgBW1 | Der zweite Stern – Beförderung zum Korporal | Laden/Entladen – Dienstaufsicht durch den Zugskommandanten | Täglich werden es mehr - Konditionsaufbau

 

"Kaiser, König, Edelmann, Bürger, Bauer, Bettelmann“

Dieser bekannte Abzählreim für die Stände zur Zeit der Habsburger trifft heutzutage nicht mehr zu, jedoch findet sich in diesem eine Darstellung für die unterschiedlichen Hintergründe der Bewohner Österreichs. Im sicherheitspolizeilichen Assistenzeinsatz „COVID-19“ wurden Milizsoldaten aus den unterschiedlichsten Bereichen einberufen, um gemeinsam für die österreichische Sicherheit eine Stütze zu sein und um zu helfen die Wirtschaft nach den vergangenen Monaten wieder anzukurbeln.

Die österreichische Bevölkerung hat, genau wie fast alle Teile der Welt im ersten Halbjahr 2020 eine komplett neue Herausforderung zu meistern gehabt. Die Arbeitsweisen wurden für manche unverändert fortgeführt und für andere die Variante „Homeoffice“ verstärkt etabliert. Wiederum andere wurden in Kurzarbeit geschickt oder mussten ihr Arbeitsverhältnis beenden. Zusätzlich zu diesen Veränderungen am Arbeitsplatz kam es, aufgrund der gesetzlichen Regelungen, bei sozialen Kontakten des Alltags als auch beim Umgang mit Personen aus anderen Haushalten zu stark eingeschränkten und erschwerten Verhältnissen innerhalb der Familie, mit Freunden und Bekannten.

Diese zwei Punkte - Arbeitsplatz und soziale Kontakte - gemeinsam mit dem allgemeinen Gedanken zum „wie geht es weiter“, beschäftigten alle Österreicher die letzten Monate. 1400 Österreicher mussten zusätzlich eine weitere Aufgabe auf ihre Schultern laden:

Die erste Teilmobilmachung der Miliz.

Von einem Tag auf den anderen hieß es für viele, dass sie ihre Familie in dieser Krise allein zu Hause lassen und sich einem Einsatztraining unterziehen mussten. In einer dicht gedrängten Ausbildungsphase, in der Schlaf Mangelware war, so wie jetzt im Einsatz auch, schafften es 130 Mann der 2.JgKp des JgB W1, spezielle militärische Kenntnisse zu erlangen, unantastbare Motivation zu zeigen und in den freien Minuten der Bereitschaft, die eigentlich der Erholung gewidmet sein sollten, auch noch Emails für ihre Arbeitgeber zu verfassen und Projekte zu managen.

Für viele ist dies eine Belastung wie sie zuvor noch nicht da gewesen ist. Umso mehr sind diese Männer für mich jeden Tag wieder ein Ansporn mein Bestes zu geben, so wie auch sie ihr Bestes geben, fernab der Familie und ihren Verpflichtungen, die auf sie warten und denen aufgrund des Einsatzes nicht zeitnah nachgegangen werden kann.

„Schuster, Schneider, Leineweber, Bäcker, Kaufmann, Totengräber“

Obwohl sich der historische Aufzählreim militärisch besser fortsetzen ließe mit „Offizier, Unteroffizier und Wachsoldat“, so beschreibt der zweite Teil jenen Part, dass sich jeder der Kameraden im Einsatz unterschiedlichen Herausforderungen stellt. Die eingeteilten Soldaten bewachen im Zweierteam das jeweilige Schutzobjekt im 12-Stundentakt und kommen nach ihrem Dienst in der Bereitschaft etwas zur Ruhe, insofern nicht militärische Ausbildungen und Nachschulungen am Dienstplan stehen oder die oben angesprochenen Erfordernisse des Arbeitgebers zu erledigen sind.

Nach 12 Stunden Bereitschaft, folgt wieder der Dienst und im Verhältnis 6:2 wird dieser Wechsel mit zwei freien Tagen beendet, bevor ein neuer Turnus startet.

Koordiniert werden diese Abläufe durch die jeweiligen Zugskommandanten im Zugsgefechtstand, wo auf etwaige gesundheitliche, familiäre oder wirtschaftliche Probleme zu einem gewissen Grad in der Planung eingegangen werden kann.

Diesen ist das Kompanie-Kommando übergeordnet, wo die Organisation zum Ablauf durchgeführt, die Befehle aus dem vorgesetzten Militärkommando übermittelt und der gesamte Apparat durch die Fachunteroffiziere am Laufen gehalten wird. Hier treffen alle Informationen zusammen: Gute und Schlechte.

So gab es immer wieder bestätigte Fälle an Corona-Erkrankten, die einen an den Ernst der Lage erinnern und die penibel einzuhaltenden Vorgaben bezüglich der Hygiene und Reinigung einmal mehr wichtiger denn je machen. Speziell in den Kasernen gilt es Vorsicht walten zu lassen, da hier viele Personen aus unterschiedlichen Haushalten zusammentreffen. Umso größer ist dann die Sorge bei allen, wenn Ungewissheit bezüglich des eigenen gesundheitlichen Zustandes herrscht, da man an den wenigen Tagen, an denen man nach Hause zur Familie kommt, diese nicht gefährden möchte.

Die verschiedenen Herausforderungen, die von uns gemeistert wurden und werden sind zahlreich. Die Zeit, die wir für die Sicherheit und Unterstützung der Bevölkerung Österreichs aufbringen, ist enorm, jedoch haben wir für diese Fälle geübt und wir leisten unseren Beitrag mit tadelloser Bereitschaft. Auch wenn das große Ganze manchmal verschwommen ist, erhalten wir von Polizisten, die wir entlasten, dankbare Rückmeldungen zu unserem Einsatz und die jeweiligen Botschafter und Schutzbeauftragten melden Tag für Tag ein Lob für unsere Leistung und die diensthabenden Soldaten.

Für die Zukunft bleibt eine Ungewissheit zur Entwicklung der Krise bestehen, jedoch blicken wir dieser genauso entschlossen entgegen wie wir es bereits die letzten Wochen getan haben und werden erneut bereit sein, wenn Österreich und seine Bevölkerung uns braucht.

Lt Markus HADERER, KpKdtStv, 1.AssKp/W

Jägerbataillon Wien 1, HuDM

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„Ohne Mampf kein Kampf“ – Die Verpflegung

Fotos: 2. Kp/JgBW1 | 18. Juni 2020 – Traditionstag: Spontane Feier im Aufenthaltsraum KpKdo mit (privater) Torte | Nicht nur bei Soldaten besonders beliebt – Schnitzerl in allen Variationen

 

Im Einsatz oder bei Übungen steht ein erhöhter Verpflegssatz zur Verfügung. Normalerweise werWiUO im Einsatz –Anlieferung frischer Golatschen für die 1. AssKp/Wden mit dem Standardsatzverpflegssatz in der Höhe von 4 Euro drei Mahlzeiten pro Tag zur Verfügung gestellt. Wie bereits erwähnt gibt es im Einsatz mehr Geld für die Verpflegung, im Assistenzeinsatz mobCovid-19, sind das 6,20 Euro pro Tag.

Damit ist es möglich zusätzliche Getränke, wie z.b. Sodawasserflaschen in ausreichender Zahl, aber auch Zusatz-KV (Kaltverpflegung) bereitzustellen. In den Aufenthaltsräumen der Jägerzüge stehen ein Toaster, eine Kochplatte, eine Mikrowelle aber auch Kühlschränke zur Verfügung. 

Brot und Gebäck, Wurst, Käse, Würstel, die altbekannten, „beliebten“ Aufstriche, Fischdosen, aber auch Mikrowellenfertiggerichte, sowie Dosen, vom Gulasch bis zu Linsen mit Speck, Süßigkeiten und Mehlspeisen, stehen den Kameraden im Einsatz zur freien Entnahme zur Verfügung. Ein Angebot, welches gerne und häufig angenommen wird, sei es als Snack nach dem Dienst oder als Lunchpaket für die lange Wache am Posten.

Selbstverständlich nehmen unsere Soldaten der 1. AssKp/W (= 2.JgKp/W1) auch an der Truppenkost in der Kaserne teil. Hochwertige Speisen in einer Qualität wie in jeder zivilen Großküche, morgens, mittags und abends. Eine Darreichung in Buffetform, wie heutzutage beim Bundesheer üblich, ist derzeit leider aufgrund der verschärften Hygienebestimmungen aufgrund der Covid-19 Bedrohung nicht möglich. Trotzdem kann sich jeder satt essen, „befremdlich kleine“ Portionen, wie es sie vielleicht früher einmal gab, gehören der Vergangenheit an, ein Nachschlag wird gerne und reichlich gewährt.

Heute, am 18. Juni, unserem Traditionstag des JgBW1/HuDM hat es natürlich etwas Spezielles zum Essen gegeben. Unser WiUO hat sich für unseren „Festtag“ etwas Besonderes einfallen lassen!

Rechtzeitige Planung und Absprachen mit dem Leiter der Regionalküche Wien, dafür herzlichen Dank (!!!) Herr Vizeleutnant H., haben es ermöglicht, dass der Speiseplan im Rahmen der regulären Truppenkost geändert werden konnte und es an unserem Traditionstag Puten Cordon Bleu mit Erdäpfel-Vogerl-Salat, sowie im Rahmen der Zusatzverpflegung, frische Topfengolatschen gab.

 

Olt MMag. Peter STEINLECHNER, OÖA

Jägerbataillon Wien 1, HuDM

Appell des Milizverbands zur Verbesserung der Besoldung im Einsatzpräsenzdienst

 

Der Milizverband Österreich hat mit dem anliegenden Schreiben einen Appell an die Frau Bundesministerin Mag. Klaudia Tanner zur Anpassung des Besoldungssystems der Milizsoldaten gerichtet. Berechnungen haben gezeigt, dass es zu einem signifikanten Ungleichgewicht der Bezahlung im aktuellen Einsatz zwischen fWÜ- und Einsatzpräsenzdienst-Leistenden kommt. Appell des Milizverbands

Zum Thema Besoldung im Einsatz dürfen wir Euch bekanntgeben, dass am „Tag der Miliz“ kommenden Dienstag, dem 09.06.2020, Frau Bundesministerin Mag. Klaudia Tanner ihre ersten diesbezüglichen Maßnahmen bekanntgeben wird.

 

Miliz übernimmt Botschaftsbewachung

Miliz übernimmt Botschaftsbewachung

Gestern übernahmen die Milizsoldaten der 2. Kompanie des Jägerbataillons Wien 1 "Hoch- und Deutschmeister" im Rahmen eines sicherheitspolizeilichen Assistenzeinsatzes den Objektschutz von Botschaften und internationalen Institutionen in Wien. Heute übergab der Wiener Militärkommandant Brigadier Kurt Wagner vor der französischen Botschaft die Einsatzaufgaben stellvertretend für alle eingesetzten Milizsoldaten an den Kommandanten des Bataillons, Oberst Stefan Koroknai.

Umfangreiches Ausbildungsprogramm

Die Milizsoldaten sind am 4. Mai in die Maria-Theresien-Kaserne eingerückt und absolvierten in den vergangenen Wochen mit einem umfangreichen Ausbildungsprogramm ihre Einsatzvorbereitung. Der Schwerpunkt der Ausbildung lag unter anderem auf einem interaktiven Szenarien-Training mit der Landespolizeidirektion Wien, einer Funk- und Schießausbildung, aber auch die erforderlichen rechtlichen Bestimmungen sowie deren korrekte Anwendung wurden geschult.

Botschaften bewachen – Botschafter sein

Anfang der Woche wurden die Milizsoldaten vom Wiener Militärkommandanten Brigadier Kurt Wagner und dem Gardekommandanten Oberst Stefan Kirchebner in den Einsatz verabschiedet.

Brigadier Wagner: "Ich habe keine Bedenken, dass sie diesen Auftrag ausführen. Sie werden in den nächsten Wochen Botschaften bewachen – gleichzeitig sind Sie aber auch Botschafter der Miliz und des Österreichischen Bundesheeres. Bedenken Sie: Sie stehen im Fokus der Bevölkerung, der Polizei und der Medien." Oberst Stefan Kirchebner: "Seien Sie sich bewusst: Sie stehen in der Auslage – und das im wahrsten Sinne des Wortes. Sie sind die Visitenkarte des Österreichischen Bundesheeres."

Soldaten übernehmen Aufgaben der Exekutive

Die Soldaten sind während des Einsatzes der Landespolizeidirektion Wien zugeordnet und übernehmen in diesem Einsatz die Aufgaben der Exekutive. Pro Schutzobjekt ist ein Wachposten eingeteilt. Bei ihrer Dienstverrichtung sind sie mit Pistole, Pfefferspray und Stichschutzweste ausgestattet.

Foto: Katharina Frank

 
 

Beginn des sicherheitspolizeiliche Assistenzeinsatzes

Nach dreiwöchiger Ausbildung beginnt der sicherheitspolizeiliche Assistenzeinsatz zur Botschaftsbewachung für die Milizsoldaten der 2. Jägerkompanie des Jägerbataillons Wien 1.

In der Maria Theresien Kaserne wurde die Kompanie von der Garde, als mobverantwortliches Kommando, an das Militärkommando Wien, als Einsatzführendes Kommando übergeben.

Video: Andreas Stuchlik

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Die 2. Kompanie des Jägerbataillon Wien 1 geht in den Einsatz

Am 25.05.2020 hat der Kompaniekommandant Hauptmann Asvazadurian dem Militärkommandant von Wien, Herrn Brigadier Wagner den Abschluss der Einsatzvorbereitung seiner Kompanie gemeldet.

Der Kommandant der Garde, Oberst Kirchebner bedankte sich auch bei den zur Unterstützung der Einsatzvorbereitung eingeteilten Soldaten des Bataillonsstabes des Jägerbataillons Wien 1.

In seiner Ansprache wies Brigadier Wagner darauf hin, dass es sich um einen besonderen Einsatz handelt, da zum ersten Mal eine Milizkompanie in Wien - unter besonderer Beobachtung der Öffentlichkeit - eingesetzt wird. Für den jetzt beginnenden Einsatz wünschte er der 2. Kompanie viel Glück.

Fotos und Bericht: JgBW1

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Abschluss der Einsatzvorbereitung

Der Kommandant des Jägerbataillon Wien 1, Diplomingenieur Oberst Stefan Koroknai verabschiedet die 2. Kompanie seines Bataillons in den ab Montag beginnenden sicherheitspolizeilichen Assistenzeinsatz. Nach einer Zusammenfassung der drei Wochen Einsatzvorbereitung und einer aktuellen Lagedarstellung gab Oberst Koroknai einen Ausblick auf die kommende Woche samt ihren Herausforderungen in Bezug auf die Übernahme der Verantwortung für die Sicherheit der zugewiesenen Schutzobjekte.

Bericht und Fotos: JgBW1

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Ehrung verdienter Kameraden

Im Zuge des Abschlusses der Einsatzvorbereitung wurden im Rahmen des Antretens der gesamten 2. Kompanie mit Teilen des Bataillonsstabes zwei verdiente Kameraden für deren Engagement bei der Einsatzvorbereitung mit der Commander’s Coin des Jägerbataillons Wien 1 „Hoch- und Deutschmeister“ ausgezeichnet.

Bericht und Fotos: JgBW1